Travailler-Zusammen

Travailler-Zusammen ist ein Beispielprojekt im Rahmen des Freiwilligendienstes 50+, bei dem der Verein FAIRbund e.V. aus Leipzig und die französische Organisation Concordia Picardie aus Amiens als Partner zusammenarbeiteten.

Renovierung Strohballenhaus
Ausflug
Saint Maximin
 

Die Ursprungsidee war der Austausch von 2 Gruppen, eine aus Frankreich à 5 Personen und eine aus Deutschland à 5 Personen die gemeinsam im Bereich »Gartenbau« tätig werden und Lust am Lernen, am Austausch von Erfahrungen, Geschichten und dem Kennenlernen verschiedener Kulturen haben sollten. Am Ende der Projektlaufzeit gab es jeweils 2 Projekte in Deutschland und Frankreich, da es den aktiven Teilnehmern schwer fiel, sich auf einen gemeinsamen Zeitraum zu einigen. So wurde flexibel auf die Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer eingegangen. Im August 2011 fand das erste Projekt in Leipzig statt. Dominique, Annick und Christine aus Frankreich kamen nach Leipzig. Ihre Einsatzstelle war der Nachbarschaftsgärten e. V. im Stadtteil Lindenau. Hier haben sich Initiatoren zusammen gefunden, die ehemalige Brachflächen zu Gärten umwandelten, in denen Kinder spielen können, in denen es eine Fahrrad- & Holzwerkstatt sowie ein Schweine- und Hühnergehege gibt. Neben gärtnerischen Arbeiten renovierten die drei französischen Teilnehmerinnen auch das Strohballenhaus mit der tatkräftigen Unterstützung von anderen Freiwilligen und Ehrenamtlichen.

Im September 2011 fand der erste Gegenbesuch in Frankreich durch Ruth und Bernd statt, die überwältigt von der Gastbereitschaft der Franzosen inklusive Christine waren und sich mutig in die sprachlichen Wirrwaren begaben und auch ein Deutsch – Französisches Pflanzenwörterbuchprojekt starteten. Im März 2012 fand der nächste Besuch von Seiten der Franzosen in Leipzig beim Nachbarschaftsgärten e. V. statt. Catherine und Jean-Claude wurden von den Deutschen Freiwilligen aufgenommen und konnten Leipzig und Umgebung gemeinsam entdecken.

Nach einiger Überlegung haben die Teilnehmer sich für einen Projektvorschlag von Jean-Claude entschieden: als ehemaliger Pädagoge zum Maurer umgeschult hatte er die glänzende Idee vom Bau eines »Amphitheaters«.

Das Projekt war episch, da es wirklich viel zu tun gab: das Grundstück einebnen, die Backsteine zwischen den Abfällen finden, den Mörtel herstellen... Aber mit den Kompetenzen von Jean-Claude und der Zusammenarbeit von Catherine, Karin und vielen anderen freiwilligen Mitarbeitern schafften sie es. Am Ende, um den Erfolg ihrer Unternehmung zu feiern, haben die Kinder das »Am-Vieh-Theater« mit dem Stück: »Die drei kleinen Schweinchen« eingeweiht und Catherine hat in einer filmischen Dokumentation das Abenteuer festgehalten.

Im April 2012 fand erneut ein Gegenbesuch von den deutschen Teilnehmern in  Saint-Maximin in Frankreich statt.  Dort unterstützten die Teilnehmer tatkräftig den pädagogischen Garten des Städtchens und befreiten eine Fläche von Abfallsäcken der ehemaligen Champignonherstellungsfirma, legten ein Beet an und statteten die Pflanzen des Gartens mit wunderschönen zweisprachigen Schildern aus. Mittags wurde in der nahegelegenen Schule gespeist und die Anbindung an die lokale Gemeinde war garantiert.

Vivre la vie francaise und auf eine erfolgreiche Fortsetzung!