Stadtgartennetz Leipzig – Brno

Urban gardening als Teil einer solidarischen Ökonomie ist ein Trend, der in den letzten Jahren sowohl in Leipzig als auch in seiner Partnerstadt Brno zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren und die städtebauliche Entwicklung der Stadtteile spielt. Immer mehr Menschen versuchen neue Formen der Wirtschaft und der Gestaltungen des städtischen Lebens zu denken. Der Bezug zu Umwelt und Natur spielt dabei oft eine wichtige Rolle, insbesondere im städtischen Raum.

Der lebendige Austausch zwischen Akteuren des Urban Gardening sowohl auf lokaler und regionaler als auch auf internationaler Ebene ist dabei Schlüsselelement für die nachhaltige Entwicklung dieser Initiativen. Dieser Austausch wird von allen Partnern des "Stadtgartennetzes Leipzig-Brno" gesucht, gepflegt und ausgebaut. Ziel des Projektes „Stadtgartennetz Leipzig-Brno" ist es, das bereits gut funktionierende Netzwerk Leipziger Initiativen der urbanen Landwirtschaft sowie der solidarischen Ökonomie mit Initiativen in der Partnerstadt Brno zu vernetzen und einen Ideen- und Erfahrungsaustausch zu initiieren, der auf langfriste Kooperation ausgelegt ist.

Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
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Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
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Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
Stadtgartennetz Leipzig – Brno
 

Den Anfang soll ein gemeinsames Workcamp der Partner aus Leipzig (Tschechologisch?Slovakoklar!, Nachbarschaftsgärten und Annalinde gGmbH) und der Initiative Zahrada v pytli aus Brno machen, welches vom 16. bis 20. September 2015 im Leipziger Westen stattfindet. Das Programm beginnt mit einem Exkursionstag, an dem die Teilnehmer die solidarischen Projekte Nachbarschaftsgärten, Annalinde Gemeinschaftsgarten und Gärtnerei, das Repaircafé Café Kaputt sowie zwei Hausprojekte des Mietshäusersyndikats kennenlernen und erleben sowie mit den Beteiligten ihre Erfahrungen diskutieren können.

Der zweite Workcamptag ist ganz der Arbeit in den Nachbarschaftsgärten gewidmet. Wir wollen einen Bauwagen als Gemeinschaftsraum ausbauen und gestalten sowie Hochbeete anlegen. Nebenher wird es kleine Workshops und Aktivitäten geben – Marmelade aus Selbstgepflücktem Obst kochen, Samenbomben herstellen, gemeinsames Ernten und Zubereiten der Mahlzeiten. Am Nachmittag soll mit interaktiven Moderationstechniken über aktuelle Probleme der beteiligten Initiativen diskutiert und mögliche Lösungsansätze erarbeitet werden.
Der dritte Workcamptag steht im Zeichen der Eröffnung des neuen Areals der Annalinde. Gemeinsam werden wir die ersten Bäume pflanzen und dabei auch mit Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen.

Vor der Abreise am Sonntag wird es noch eine ausführliche Feedbackrunde geben, bei der die Dokumentation des Workcamps sowie der Gegenbesuch in Brno 2016 besprochen werden.

Die Erfahrungen der beteiligten Akteure aus der urbanen Landwirtschaft sollen in einem mehrsprachigen (Tschechisch-Englisch-Deutsch) Heft zusammengefasst und in printform und/oder digital der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dies ist vor allem den tschechischen Partnern sehr wichtig, da hier die Urban-gardening-Bewegung noch recht jung ist und eine Art Leitfaden noch nicht existiert. Das innovative Potential, das in solch persönlichen Begegnungen liegt, kann damit zusammengefasst und für weitere Interessierte und für die zukünftige Zusammenarbeit zugänglich gemacht werden.

Teilnehmerzahl und Zielgruppe

Eingeladen sind 10 Teilnehmer aus Brno, in Leipzig werden sich 15- 20 Aktive der Partnerorganisationen beteiligen. Zudem sind die Diskussionsrunden offen, so dass hier mit 10-20 weiteren Interessierten gerechnet werden kann.

Aufbauen kann das Netzwerk unter anderem auf den bereits etablierten Beziehungen und Kooperationen der Initiative Tschechologisch?Slovakoklar!, des Städtepartnerschaftsvereins Leipzig-Brno und der Stadtverwaltungen Leipzigs und Brnos.

Über das Workcamp hinaus ist das Projekt auf langfristigen Austausch angelegt. Wir streben zumindest ein weiteres Folgetreffen (in Brno) und die Einbindung weiterer Partner in Leipzigs Partnerstadt Lyon an. Anträge für das Folgeprojekt werden bereits bis Ende September bei der Stadt Leipzig, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Stadt Brünn und weiterer potenzieller Geldgeber eingereicht.

16. bis 20. September 2015