Europäischer Freiwilligendienst

Europäische Freiwillige fahren ins Ausland. Sie leben und arbeiten dort in einem gemeinnützigen Projekt, sammeln neue Eindrücke, neue Ideen und gewinnen neue Perspektiven.

Was ist ein Europäischer Freiwilligendienst?

Mit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) können sich junge Menschen als Freiwillige in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren (in Ausnahmefällen ist auch eine Förderung ab 16 Jahren möglich). Vor, während und nach Beendigung ihres Dienstes werden die Freiwilligen begleitet. Der EFD ist ein nicht-kommerzielles Angebot und für die Freiwilligen kostenlos. Neben der Altersregelung gibt es keine weiteren Zugangsbeschränkungen für eine Teilnahme. Ein bestimmter Bildungsabschluss ist nicht notwendig.

Neben einem EFD in einem Programmland (EU-Länder) können auch EFD-Projekte (sowohl Aufnahme- als auch Entsendeprojekte) mit benachbarten Partnerländern  (unter anderen Ukraine, Moldawien, Türkei, Israel...) durchgeführt werden.

In Deutschland werden starke Bemühungen unternommen, auch Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf die Teilnahme am europäischen Freiwilligendienst zu ermöglichen. Insbesondere erhalten Freiwillige mit Migrationshintergrund und/oder Haupt- oder Realschulabschluss eine erhöhte Förderpriorität.

In der Regel dauert ein EFD zwischen zwei und zwölf Monaten. Für junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf sind auch kürzere Projekte ab zwei Wochen möglich. Projekte für Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf beinhalten besondere Anforderungen, um eine angemessene Unterstützung der Freiwilligen sicherzustellen.

Europäische Freiwillige in den Nachbarschaftsgärten

FAIRbund e.V. koordiniert die Europäischen Freiwilligen Projekte, welche auf dem Gelände des Nachbarschaftsgärten e.V. stattfinden. (www.verein-fairbund.de/euprojekte)

Der Freiwillige hat die Möglichkeit während des Aufenthaltes intensiv Einblick in die projektbezogene Arbeit eines lokal arbeitenden Vereins zu erhalten, der im Sinne der Stadtentwicklung bürgernah in Leipzig arbeitet. Es ist wünschenswert, dass der Freiwillige sich ein Projekt, welches einen Bezug zur eigenen Kultur hat, ausdenkt und realisiert. Dieses Projekt könnte ein Fotoprojekt, ein interkultureller Abend, eine Ausstellung etc. sein. Der Freiwillige hat die Möglichkeit bei der Fahrradwerkstatt, der Holzwerkstatt oder der Freiflächengestaltung mitzuwirken.

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Bisher waren bereits 3 Europäische Freiwillige bei den Nachbarschaftsgärten e.V. tätig. Sara Rossi aus Italien, Lauri Dufrenne aus Frankreich und Remi Echerbault aus Frankreich.

Im Sommer 2010 und Frühjahr 2011 fanden jeweils 3 Wochen lang Workcamps im Rahmen des Grundtvig Programms Freiwilligendienst 50+ , das Projekt Travailler-Zusammen statt. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit FAIRbund e.V. und Concordia Picardie, Frankreich initiiert. Die agilen Franzosen haben das Strohballenhaus der Nachbarschaftsgärten renoviert, ein Pflanzenwörterbuch angefertigt und ein Am-Vieh-Theater gebaut.

Nähere Informationen dazu unter travailler-zusammen.blogspot.com